Montag, 26. April 2010








Unser Programm „education by generation“ umfasst zwei Nutzergruppen, zum einen die Schüler der Helmholtzschule und zum anderen die älteren Bewohner in Gropiusstadt.

Die Ziele des Programms bestehen darin, dass die älteren Bewohner ihre Erfahrungen im Anbau, in der Ernte und in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte an die jungen Menschen weitergeben und, dass der Lehrplan der Schule (und evtl. auch der umliegenden Schulen) um die Fächer „bewusst gesunde Ernährung“ und „Vertrieb“ erweitert wird.

Zunächst wurde eine Grünflächenanalyse durchgeführt, in dem die unmittelbare Umgebung der Helmholtzschule begutachtet und das bereits vorhandene Potential hinsichtlich der Kriterien Nutzflächen für Anbau und Atmosphären vorhandener Grünflächen untersucht wurde. Diese Erkenntnisse nutzen wir um unseren Entwurf zu verorten und weitere Interventionen in Gropiusstadt zu lokalisieren. So sind die „Beerenstraße“, die brachliegenden Innenhöfe der Helmholtzschule und das Rudower Wäldchen geeignete Nutzflächen.

Weitere Interventionsorte sind der Wochenmarkt auf dem Rotraut-Richter-Platz und ein Verkaufsstand an der Walt-Disney-Schule, wo die Produkte vertrieben werden. Somit wird Idee „education by generation“ in die Gropiusstadt hinausgetragen.

Unser Entwurf „green flow“ ist eine Begegnungsstätte, in der die Nutzergruppen zusammenkommen um zu kochen, essen, arbeiten, erfahren, usw. Wir gliedern uns direkt an die Helmholtzschule an, schaffen zwei Durchbrüche (Küche und Lehrraum), so dass die Sackgassen in den Gebäudeflügeln der Helmholtzschule durchbrochen werden und ein Fluss der Schüler von Altbau zu Neubau und wieder zu Altbau entsteht.

Inspiriert durch den Workshop mit den Schülern der Lise-Meitner-Schule faltet sich unser Gebäude über Treppen und Rampen auf, die nicht nur die Geschosse prägen, sondern sich auch in der Dachlandschaft wiederfinden.

So entsteht der Raum des „Zusammenkommens“ in dem gemeinsam gegessen oder Video geschaut wird, ob im geschlossenen Raum oder im Freiluftraum. Der „Seminarraum“ wiederum ist ein Raum des Rückzugs, der Konzentration und der Stille, der auch allen anderen Schülern der umgebenden Schulen zur Verfügung steht. Bibliothek, Freiluftlesebereich und – seminarraum schliessen sich an. Das Wechselspiel zwischen Innen und Außen wird zu einem spannenden Erlebnis.

Der vorhandene, aber zurzeit nicht benutzte Innenhof erlebt eine neue Dimension, da er nun ein nutzbarer Teil der Helmholtzschule wird.

In der Fassade des Gebäudes sehen wir einen Spiegel der inneren Nutzung. So erhalten die Rückzugsorte eine mehrschichtige weniger transparente Fassade, während die öffentlicheren Räume auch von Gropiusstadt wahrgenommen werden sollen und somit transparent sind.

Green flow wird sich über den Neubau hinaus sowohl auf den Bestand der Helmholtzschule fortpflanzen als auch in die Gropiusstadt hinauswachsen und sich sowohl am Rotraut-Richter-Platz als auch an der Walt-Disney-Schule wiederfinden.

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